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Ideale Voraussetzungen für große Solaranlagen



Wie viel Ihre Solaranlage an Einsparung erbringt bzw. die Heizung unterstützen kann, hängt von vielen Faktoren und Voraussetzungen ab.

Hilfreich ist hier vor allem beim Altbaubestand ein wichtiger Leitspruch:

 

Zunächst "Isolieren" dann erst "Modernisieren"!

 

Häufig wird genau in falscher Reihenfolge vorgegangen und es werden nicht die gewünschten Einsparungen erzielt.

 

Gebäudestandard

Ein gut sanierter Altbau mit Vollwärmeschutz spart Ihnen bereits bis über 50% des Heizwämebedarfes ein. Zum restlich, halbierten Wärmebedarf, kann die Solarthemieanlage heizungsunterstützend somit einen viel höheren Beitrag leisten. Mit einem Altbau ohne professionelle, energetische Sanierung und ohne Niedertemperatur-Heizsystem lässt sich mit vertretbarem Aufwand maximal in etwa bis 30% Heizungsunterstützung über eine Solaranlage erreichen. Durch einen deutlich verbesserten Dämmstandard kann mit vertretbarem Aufwand ein solarer Deckungsgrad bis über 50%. In besonderen Fällen, wie beim sogenannten "Sonnenhaus" sogar deutlich mehr. Um ideale Voraussetzungen für eine steile Kollektorneigung und für die Aufstellung eines Großspeichers zu schaffen, sind manchmal zusätzliche bauliche Maßnahmen erforderlich.

 

Ausrichtung der Kollektoren
Generell kann die Kollektorfläche bis zu 30 Grad nach Westen oder Osten abweichen. Eine Neigung von mindestens 30°, möglichst 50-65° ist besonders wichtig, um die Wintersonne besser nutzen zu können und zu hohe Temperaturen im Sommer zu vermeiden. Wenn das Dach diese Voraussetzungen nicht erfüllt, können die Kollektoren aufgeständert werden oder an einer verschattungsfreien Südfassade oder auf einem Nebengebäude montiert werden. Auch als „Lärmschutzwall“ oder „Zaun“ (vorausgesetzt verschattungsfrei) oder als Vordach bzw. Überdachung zur Terrasse sind Möglichkeiten zur Kollektoraufstellung gegeben.  

 

Einbau eines Pufferspeichers
Zur Speicherung der Sonnenwärme wird ein möglichst großer Solartank benötigt. Hier sind im Altbau durch die gegebenen Platzverhältnisse (Raumhöhe, Türbreiten) meist Grenzen gesetzt. Alternativ können mehrere kleinere Speicher aneinandergereiht werden. Die mögliche Einbaugröße des Pufferspeichers bestimmt die mögliche Dimensionierung der Solaranlage.

 

Niedertemperatur-Heizung
Je niedriger die Heiztemperatur umso höher der Solarertrag! Ideal für Wohnkomfort und Solarertrag wäre eine Flächenheizung. Wandheizungen können eher nachgerüstet werden als Fußbodenheizungen und sind außerdem ein gutes Mittel gegen feuchte Mauern. Eine vorhandene Heizkörperheizung kann durch die nachträgliche Wärmedämmung der Außenhaut und den Einbau neuer Fenster auf niedrigerem Temperaturniveau betrieben werden.

 

Nachheizung
Für die Nachheizung des Pufferspeichers bieten sich – je nach Wärmebedarf des Gebäudes, Investitionsbereitschaft und Komfortbedürfnis der Bewohner, verschiedene Möglichkeiten an. Zum Beispiel kann die vorhandene Ölheizung durch eine vollautomatisch betriebene Wärmepumpe ersetzt werden, wobei hier Tankraum oder Brennstofflager entfallen und zusätzlich Nutzfläche frei wird.

 

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