Wärmepumpen sind auch für die Heizungsmodernisierung bestens geeignet. Vor allem Luft/Wasser Wärmepumpen sind aufgrund der schnellen Installation geradezu prädistiniert dafür. Im Vorfeld sollte jedoch unbedingt eine energetische Bewertung des Hauses vorgenommen werden. Nachfolgend ein paar wichtiche Hinweise zur Planung, damit auch bei Ihnen die Wärmepumpe wirklich Geld spart.
Prüfen Sie vorab die Vorlauftemperatur
Je niedriger die Vorlauftemperatur, umso geringer sind später die Betriebskosten der Wärmepumpe. Jedes Grad weniger, das an Vorlauftemperatur benötigt wird, kann bis zu 2,5 Prozent an Energie und damit auch Kosten einsparen. Um die niedrigst mögliche Vorlauftemperatur zu ermitteln, sollten Sie idealerweise bereits im Winter vor der geplanten Heizungsmodernisierung die Heizkurve des vorhandenen Kessels auf 55 Grad begrenzen und dann in den Referenzräumen wie Wohnzimmer, Küche und Bad die Thermostatventile ganz aufdrehen. Wenn mit dieser Einstellung eine ausreichende Wärme in den Räumen erreicht wird, genügt eine Wärmepumpe mit einer Vorlauftemperatur von 55 Grad. Wenn die Referenzräume bei dieser Einstellung nicht angenehm temperiert sind, kann die Heizkurve des Kessels auf bis zu 65 Grad erhöht werden. Denn die für die Modernisierung spezialisierten Wärmepumpen der H-Serie erreichen auch eine Vorlauftemperatur von 65 Grad. Falls auch bei dieser Vorlauftemperratur keine ausreichende Temperierung der Räume erreicht wird, sollte vor der Heizungsmodernisierung zuerst die Gebäudehülle saniert werden.
Vermeiden Sie Zirkulationsleitungen!
Zirkulationsleitungen, sprich Leitungen mit einem Rohrinhalt von mehr als 3 Litern sind wahre Energiefresser. Im schlimmsten Fall können Sie den Wärmebedarf für die Brauchwarmwasserbereitung um bis zu 50 Prozent erhöhen und sich damit sehr negativ auf die gesamten Betriebskosten auswirken. Falls eine Rohrleitung mit mehr als 3 Litern unvermeidlich ist, sollten Sie eine Zirkulationspumpe einplanen, die von einer Zeitschaltuhr gesteuert nur in Bedarfsspitzenzeiten freigegeen wird.
Planen Sie ausreichend Reserven für die Brauchwarmwasserbereitung ein!
Während sich der Wärmebedarf des Gebäudes druch Gebäudegröße und Zustand bestimmen lässt, ist der Brauchwarmwasserbedarf stark von den individuellen Gewohnheiten abhängig. Um heutigen Komfortansprüchen zu genügen, sollte der Verbrauch mit 80 bis 100 Litern pro Person bei einer Temperatur von 45 Grad angesetzt werden. Damit Sie nie kalt duschen müssen, sollte die Leistung der Anlage immer auf den Spitzenbedarf auslegen. Mit einem Richtwert mit 0,25 kW/Person sind Sie mit ausreichend Reserven auf der sicheren Seite.
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